Praxisforschung zur polizeilichen Kriminalprävention

 


Das kultur- und sozialwissenschaftliche Forschungsprojekt CODISP (2012-2015) fragt nach der Generierung und Zirkulation von Praxis-Wissen im Zuge der präventiven polizeilichen Arbeit. Uns interessiert, wie Präventionsbeamt_innen:

  • vor Ort ihrer Arbeit nachgehen, d.h. Sozialräume erschließen, Beziehungen aufbauen, Aufklärung leisten;
  • dabei Wissen anbringen und erheben sowie ihre Erfahrungen für die Polizeiorganisation verfügbar und nutzbar machen;
  • die Prävention ins Verhältnis zur “klassischen Polizeiarbeit” setzen;
  • innerhalb der Polizeiorganisation die Präventionsbereiche gestalten und ausbauen.

Unsere ethnographische Forschung thematisiert die praktischen Bedingungen und Wechselwirkungen von Prävention und ermöglicht so eine (auch polizeiinterne) Auseinandersetzung mit ihrer konkreten Ausgestaltung.

 


Forschungsziele

  • Unsere Praxisforschung vollzieht nach, was Prävention von den Beteiligten erfordert.
  • Wir rekonstruieren präventive, polizeiliche Abläufe, Methoden und Techniken anhand von Fallstudien.
  • Wir bieten Gelegenheit zum Austausch über die Präventionsarbeit jenseits einer evaluativen Fehleranalyse.

Praktische Ziele

  • Wir erarbeiten Lehrfälle zur praxisnahen Professionalisierung der Präventionsarbeit.
  • Wir eröffnen Räume für Austausch und Kritik über Arbeitsweisen mit den Beteiligten jenseits von Strategie- und Konzeptpapieren.

 


Das Forschungsvorhaben reagiert auf den sozialen und kulturellen Wandel, insbesondere in urbanen Ballungsräumen. Neben dem Kerngeschäft von Polizei – der Strafverfolgung und der Gefahrenabwehr –  finden Netzwerk- und Vertrauensarbeit verstärkt Beachtung. Diese stellen eigene Anforderungen an  Sozialkompetenz und Wissensmanagement der Polizeikräfte. Zur Erforschung dieser Praxisformen und ihren Herausforderungen im Bereich der Kriminalprävention will CODISP einen Beitrag leisten.